April 2015

Wo die Lichtbranche unterwegs ist

Die Lighting Fair und das Drumherum bilden eine einzigartige Kontaktbörse. Hier handeln auch viele Europäer untereinander, wie das Beispiel eines Erstausstellers zeigt.

Bis zum Herbst 2014 war Wolfgang Fe­cher fünfmal in Hongkong gewesen. „Immer geschäftlich und immer auf der Messe“, berichtet das Mitglied der Geschäftsleitung von BTR Betterlighting Germany. „Ich habe Ausschau nach neuen Lieferanten gehalten und Kontakte zu Part­nern gepflegt“, erzählt der Unternehmer aus dem unterfränkischen Niedernberg. Beim sechsten Hongkong-Aufenthalt schlüpfte er dann in die Rolle des Ausstellers, um Außenleuchten, Solarlicht und LEDs zu präsentie­ren. Die vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ausgerichtete International Lighting Fair hatte ihn dazu animiert – er war dort bei seinen Besuchen häufiger auf Kunden und potenzielle Abnehmer getroffen. „Die großen Einkäufer und die Vertreter klei­ner Firmen sind auf der Messe präsent“, sagt Fecher. Interessanterweise handelt es sich nicht nur um asiatische Klientel, sondern um „alle, die weltweit in der Lichtbranche unter­wegs sind.“

Die Herbstausgabe der Lighting Fair

fand Ende Oktober im Hong Kong Conven­tion and Exhibition Centre statt. Das HKTDC als Veranstalter verzeichnete mit einer Brut­tofläche von 70.000 Quadratmetern einen neuen Rekord (www.hktdc.com). Entsprechend schwierig war es für Betterlighting, den gewünschten Stand zu bekommen. „Wir hatten 54 Quadratmeter angemeldet“, er­innert sich Wolfgang Fecher. „Zunächst ha­ben wir erst neun und letztlich aufgrund der Fürsprache des Frankfurter HKTDC-Büros immerhin 18 Quadratmeter im besucherstar­ken Foyergang bekommen.“ Fünf Monate nach der Messebeteiligung zieht der Ausstel­ler eine positive Bilanz. Es wurden Geschäfte angebahnt und bereits abgeschlossen – vor allem mit europäischen Kunden: „Wir sind gerade dabei, die ersten bestellten Waren aus­zuliefern.“

Wolfgang Fecher hat seine Kontakte nicht nur am Stand geknüpft. Auch die After Fair-Partys im Szeneviertel Lan Kwai Fong haben ihm beim Netzwerken geholfen. „Die Leute stehen sich da einfach in einer ungezwunge­nen Atmosphäre gegenüber“, hat er festge­stellt. „Das ist am Anfang etwas ungewohnt, weil auch härteste Wettbewerber anwesend sind.“ Doch bei einem Bier kommen die Ge­spräche sehr schnell ins Laufen und münden dann sogar ins Private. Dabei stellt sich her­aus, dass der Konkurrent auch nur mit Was­ser kocht und vor den gleichen Herausforde­rungen steht. Genauso locker gestaltete sich der Dialog mit den Abnehmern. „Am nächs­ten Tag kam ein wichtiger Einkäufer aus Deutschland an unseren Stand, der sonst vorbeigelaufen wäre“, freut sich Fecher. Und: Auf der berühmten grün­weißen Fähre („Star Ferry“) nach Kowloon lernte er ebenfalls einen potenziellen deutschsprachigen Ge­schäftspartner persönlich kennen. Jahrelang hatte er ihn vergeblich kon­taktiert.

Dass Betterlighting den Messe­platz Hongkong entdeckt hat, hängt mit dem Engagement in China zu­sammen. „Wir lassen hier produzie­ren“, erläutert Wolfgang Fecher. Wichtig ist, dass für die Produkte deutsche Zertifizierungen wie TÜV GS vorliegen. Solche Nachweise sor­gen gerade auch auf Messen für Plus­punkte. Der unterfränkische Ausstel­ler hatte seine Zertifikate eher unbe­wusst am Stand aufgehängt – mit durchschlagendem Erfolg: In Verbin­dung mit dem Herkunftsland Deutsch­land kam das sehr gut an. Bei der nächsten Beteiligung an der Lighting Fair im Oktober soll dieses Prinzip noch professionalisiert werden (www.betterlighting.de).


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